DSWV schlägt Alarm wegen potenzieller Verlagerung von bis zu 400 Millionen Euro an illegalen Wetten bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026
Taylor Simon · Jul 10, 2026

DSWV schlägt Alarm wegen potenzieller Verlagerung von bis zu 400 Millionen Euro an illegalen Wetten bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Der Deutsche Sportwettenverband hat eine klare Warnung ausgesprochen, wonach bis zu 400 Millionen Euro an Wetteinsätzen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in illegale Offshore-Angebote abfließen könnten, während der legale Markt mit 600 bis 700 Millionen Euro rechnet und weitere 300 bis 400 Millionen Euro auf unregulierte Plattformen entfallen sollen.
Die Verbandsmitteilung betont, dass diese Verteilung das regulierte System vor dem Turnier unter Druck setzt, weil Kunden weiterhin Zugang zu nicht lizenzierten Betreibern finden und damit Steuern sowie Verbraucherschutzstandards umgangen werden.
Prognosen zu Wettvolumina im Detail
Lizenzierte Anbieter in Deutschland sollen nach aktuellen Schätzungen zwischen 600 und 700 Millionen Euro an legalen Einsätzen während des Turniers 2026 verzeichnen, doch gleichzeitig wird ein paralleler Markt von 300 bis 400 Millionen Euro auf Seiten ohne deutsche Erlaubnis erwartet, was insgesamt ein mögliches illegales Volumen von bis zu 400 Millionen Euro ergibt.
Diese Zahlen basieren auf einer Analyse der Verbandsvertreter, die den bevorstehenden Wettbewerb als bedeutenden Testfall für die Durchsetzung nationaler Regelungen betrachten, während in Juli 2026 die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen und globale Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung gerichtet ist.
Risiken für den regulierten Markt
Die Mitteilung des Verbands hebt hervor, dass unregulierte Anbieter durch aggressives Marketing und fehlende Einschränkungen bei Werbung sowie Bonusangeboten Kunden anlocken, wodurch legale Betreiber Marktanteile verlieren und die Kanalisierung in den regulierten Bereich erschwert wird.
Beobachter stellen fest, dass solche Abflüsse nicht nur Steuereinnahmen mindern, sondern auch den Schutz vor problematischem Spielverhalten schwächen, da Offshore-Plattformen keine deutschen Standards für Suchtprävention oder Spieleridentifikation erfüllen müssen.

Auswirkungen auf die Branche vor dem Turnier
Experten des Verbands weisen darauf hin, dass die Situation vor der Weltmeisterschaft 2026 bereits jetzt Handlungsbedarf erfordert, weil die Kombination aus hoher Nachfrage nach Fußballwetten und leichter Verfügbarkeit illegaler Alternativen zu einer weiteren Verschiebung führen kann, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden.
Die Zahlen zeigen, dass der legale Sektor zwar Wachstumspotenzial besitzt, doch die parallel existierenden illegalen Ströme das Gesamtvolumen erheblich beeinflussen und die Position lizenzierter Anbieter langfristig schwächen könnten.
Reaktionen und Hintergründe
Vertreter des Deutschen Sportwettenverbands haben in ihrer Stellungnahme betont, dass eine stärkere Aufklärung der Öffentlichkeit sowie gezielte Kontrollen notwendig sind, um den Abfluss in unregulierte Bereiche einzudämmen und die Integrität des deutschen Wettmarktes zu sichern.
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem in Juli 2026 die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft intensiviert werden und die Branche auf klare Rahmenbedingungen angewiesen ist, um sowohl wirtschaftliche als auch regulatorische Ziele zu erreichen.
Schlussfolgerung
Die vom Verband vorgelegten Projektionen verdeutlichen, dass die Herausforderung durch illegale Anbieter bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 real und quantifizierbar ist, wobei bis zu 400 Millionen Euro potenziell außerhalb des regulierten Systems landen könnten. Warning on illegal betting volume for 2026 FIFA World Cup (association statement) Die lizenzierten Betreiber erwarten indes 600 bis 700 Millionen Euro an Einsätzen, während weitere 300 bis 400 Millionen Euro auf unregulierte Seiten fließen sollen, was die Notwendigkeit effektiver Gegenmaßnahmen unterstreicht.